Rituale für den Alltag 2|21 „Glücksmomente“

Manche Tage fühlen sich ganz besonders vollgepackt an, da gibt es kaum etwas Zeit zum Atmen. Natürlich ist das nicht wirklich so, doch zumindest ich habe manchmal den Eindruck das es mir so geht und ich denke mal viele anderen auch. An diesen Tagen gehen mir die Dinge halt nicht so einfach von der Hand, alles hat eine gewisse Schwere und läuft zähflüssig, so das in mir die Frage aufkommt: Wo die Leichtigkeit und Freude geblieben ist. Haben Sie das auch ab und zu ? Das Sie sich fragen warum gerade Sie und ausgerechnet heute soviel um die Ohren haben? Und bei allen anderen alles scheinbar viel viel einfacher läuft? Es scheint so als hat man auf einmal eine Brille auf, die alles in ein einfarbige Licht taucht und dies ist nicht die rosarote Brille. Seltsam, oder nicht ? Wir kommen aber nicht auf die Idee die Brille abzunehmen, also einen Sichtwechsel vorzunehmen, NEIN – wir schauen noch angestrengter durch diese, mit der Hoffnung das sich das Bild ändert. Doch je mehr wir uns anstrengen und je mehr Energie wir in etwas hineingeben, desto mehr verstärkt sich alles. Und man bekommt den Eindruck, das es wirklich so ist und heute ein besonders schwerer Tag ist.

Nein ist es nicht, den es funktioniert auch anders, nämlich in beide Richtungen. Legen Sie einfach Ihre Energie in angenehme, erfreuliche Gedanken, so verstärken diese sich, genauso ist es wenn Sie in den schweren und traurigen Gedanken Nahrung geben!

Dazu ein kleine Ausflug zu den Cherokee- Indianer, eine Geschichte die, Glaube ich jeder kennt doch in den meisten Zitaten ist die meiner Meinung nach nicht richtig und komplett erzählt, da endet dieses Gleichnis meist mit der Aussage den Du fütterst. Dies ist zwar nicht unbedingt falsch aber ziemlich unklug da die Aussage von dem „Indianer-Opa“ eine ganz andere ist.

„Eine alte Indianer-Weisheit“

Schweigend saß der Cherokee Großvater mit seinem Enkel am Lagerfeuer und schaute nachdenklich in die Flammen. Die Bäume um sie herum warfen schaurige Schatten, das Feuer knackte und die Flammen loderten in den Himmel.

Nach einer gewissen Zeit meinte der Großvater: „Flammenlicht und die Dunkelheit, wie die zwei Wölfe, die in unseren Herzen wohnen“.

Fragend schaute ihn der Enkel an.

Daraufhin begann der alte Cherokee seinem Enkel eine sehr alte Stammesgeschichte von einen weißen und einem schwarzen Wolf zu erzählen.

„In jedem von uns lebt ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der weiße Wolf verkörpert alles was gut, der Schwarze, alles was schlecht in uns ist. Der weiße Wolf lebt von Gerechtigkeit und Frieden, der Schwarze von Wut, Angst und Hass.

Zwischen beiden Wölfen findet ein ewiger Kampf statt, denn der schwarze Wolf ist böse – er steht für das Negative in uns wie Zorn, Neid, Trauer, Angst, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Groll, Minderwertigkeit, Lüge, falscher Stolz und vieles mehr.

Der andere, der weiße Wolf ist gut – er ist Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Freundlichkeit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Wahrheit und all das Lichte in uns.

Dieser Kampf zwischen den beiden findet auch in dir und in jeder anderen Person statt, denn wir haben alle diese beiden Wölfe in uns.“

Der Enkel dachte kurz darüber nach und dann fragte er seinen Großvater,

„Und welcher Wolf gewinnt?“

Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.

Nur bedenke, wenn du nur den weißen Wolf fütterst, wird der Schwarze hinter jeder Ecke lauern, auf dich warten und wenn du abgelenkt oder schwach bist wird er auf dich zuspringen, um die Aufmerksamkeit zu bekommen die er braucht.

Je weniger Aufmerksamkeit er bekommt, umso stärker wird er den weißen Wolf bekämpfen. Aber wenn du ihn beachtest, ist er glücklich. Damit ist auch der weiße Wolf glücklich und alle beide gewinnen.“

Das ist die große Herausforderung eines jeden von uns… das innere Gleichgewicht herzustellen.

Denn der schwarze Wolf hat auch viele wertvolle Qualitäten – dazu gehören Beharrlichkeit, Mut, Furchtlosigkeit, Willensstärke und großes intuitives Gespür, Aspekte, die Du brauchst in Zeiten, wo der weiße Wolf nicht weiter weiß, denn er hat auch seine Schwächen.

Du siehst, der weiße Wolf braucht den schwarzen Wolf an seiner Seite. Beide gehören zusammen. Fütterst du nur einen, verhungert der andere und wird unkontrollierbar. Wenn du beide fütterst und pflegst wird es ihnen gut tun und ein Teil von etwas Größerem, das in Harmonie wachsen kann. Füttere beide und du musst deine Aufmerksamkeit nicht auf den inneren Kampf verwenden müssen. Und wenn es keinen inneren Kampf gibt, kann man die innere Stimme, der alles wissenden Führer hören, die dir in jeder Situation den richtigen Weg deutet.

Frieden, mein Sohn, ist die Mission der Cherokee, ist das Leben. Ein Mann, der den schwarzen und weißen Wolf in Frieden in sich hat, der hat alles. Ein Mann, der in seinen inneren Krieg gezogen wird, der hat nichts. Dein Leben wird davon bestimmt, wie du mit deinen gegnerischen Kräften umgehst. Lass nicht den einen oder anderen verhungern, füttere sie beide und beide gewinnen.“

Nun zurück zum eigentlichen zu dem Ritual!

In den langen Wintermonaten in den es schon kurz nach 16:00 Uhr dämmerte und relativ schnell dunkel wurde fragte uns als meine Großmutter was wir am heutigen Tag so alles schönes erlebt hatten. Ich erzählter meiner Oma dies und jenes. Sie beharrte aber darauf nur die schöne Dinge zu erzählen, das andere möchte sie jetzt nicht wissen. Puuuh das war dann schon eine schwere Aufgabe auf die ich erstmal keine Antwort geben konnte, so sehr ich mich auch anstrengte mir die Einzelheiten des Tages ins Erinnerung zu bringen. Meine Großmutter brachte mir dann gab mir ein paar Haselnüsse sowie Walnüsse und brachte mir folgendes Ritual bei. (Ich kann mich noch erinnern zuerst kam es mir fast so vor wie in dem Märchen „Drei Nüsse für Aschenbrödel“

Das Ritual

Was Sie dazu benötigen:

  • Steine, Eicheln, Kastanien, Kirsch.- Pflaumen.- oder Zwetschgenkerne bzw. ähnliche Dinge

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • am Ende eines Tages

Wie viel Zeit benötigen Sie für dieses Ritual?

  • ca. 10 – 15 Minuten

Was bringt Ihnen das Ritual für Ihr Leben?

Schon nach kurzer Zeit wenn Sie das Ritual begonnen haben, werden Sie schnell spüren, dass Sie Ihren Tag bewusster wahrnehmen, vorausgesetzt Sie führen es regelmäßig und achtsam durch. Sie erlernen zunehmend, auch kleine Begebenheiten neu zu schätzen. Langfristig werden Sie spürbar erleben, dass jeder Tag viele glückliche Momente für Sie bereithält, der Blick für Ihr Leben wird positiver und Sie können schneller aus einem Tief herauskommen. Die Alten sagen: Es ist immer einfacher, seine Gedanken auf unangenehme Dinge zu richten, als auf die Dinge die uns erfreuen. Dieses Ritual hat schon einige depressive Menschen geholfen aus ihre negativen Stimmungslage herauszukommen. Nutzen Sie dieses Ritual für mehr Hilfsbereitschaft, dann werden Sie feststellen, das Ihnen viel öfters auffällt, dass Ihre Unterstützung gebraucht wird, dass Sie in der Lage sind, sie zu geben und das dies auch positiv auf Ihre Stimmung anschlägt.

So führen Sie das Ritual durch:

Es ist ganz einfach, wenn Sie eine handvoll Nüsse oder Steinchen in beispielsweise morgens in die linke Hosen.- oder Jackentasche steckst. Und für jeden glücklichen, freudigen und schönen Moment eine dieser Nüsse von der linken in die rechte Tasche steckst.

Am Ende eines Tages , suchen Sie einen ungestörten und gemütlichen Ort, an dem Sie Ihre gesammelten Nüsse in einer schönen Schale oder anderes Gefäß sammeln. Legen Sie jede Nuss einzeln hinein und erinnern Sie sich an die schönen wunderbaren Momente nochmals, genießen Sie sich nochmals diese tollen Momente in ihrer ganzen Schönheit und Fülle. Bald werden Sie schon bemerken wie schnell sich diese glücklichen Momente zu einem wahren Glücksberg anhäufen.

Seien Sie ruhig erfinderisch, eine Klientin von mir wog Ihre Glücksmomente mit Bonbons auf und hat mit diesen dann Kinder und andere Menschen beschenkt. Und ein guter Freund des Hauses hat mir erzählt das er dieses Ritual umfunktioniert hat. Dieser nimmt für jeden gute Tat bzw. Hilfe die er anderen schenken durfte ein Kieselstein in die Tasche. Am Abend zog dieser dann Bilanz und bedankte sich dafür was er Gutes leisten durfte. Einer weiteren Klientin habe ich daraufhin geraten für jedes NEIN das sie lernen soll zu sagen ein Steinchen aufzunehmen. Das ganze funktioniert auch wenn Sie mit dem rauchen aufhören wollen. Wie Sie sehen, der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Deshalb wünsche ich Ihnen viel Glück für Ihren Glücksberg.

Anmerkung warum ich dieses Titelbild gewählt habe:

Da ich der Meinung bin das dieses Bild wunderbar die Eigenschaft symbolisiert, wa passiert wenn man seinen Blickwinkel ändert – auf einmal wird die Ferne total unscharf und auf das wo der Fokus hingerichtet wird ist ganz deutlich und scharf vor einem, Eventuell hätte man buchstäblich sein Glück getreten wenn man seine Sichtweise nicht geändert hättet.

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