EM – Effektive Mikroorganismen|Bokashi – selbst gemacht | Schritt für Schritt-Anleitung | Antworten auf Ihre Fragen |Teil II

Herstellung von Bokashi

Es gilt hier kleiner die Küchenabfälle geschnitten sind, desto schneller ist die Organik fermentiert !

  • Die zerkleinerten Küchenabfälle in den verschließbaren Eimer geben.
  • Einige Hübe ca 5-6 von EM-blond oder EM-aktiv (habe ich genommen) pur über die geschnittenen Küchenabfälle sprühen.
  • eine kleine Handvoll RoPro-Streu (Aktivkohle) und/oder Bokashi-Streu sowie RoPro-Lit Gesteinsmehl über die Küchenabfälle streuen.
  • Das ganz wird dann mit einer Kelle gut angedrückt.
  • Mit dem Deckel für den Eimer diesen Luftdicht verschließen
  • Das ganze sooft wiederholen bis der Eimer voll ist
  • Danach den Bokashi 14 Tage reifen lassen und ca. alle zwei Tage den Bokashi-Saft entnehmen.

Der Einfachheit habe ich die einzelnen Artikel zum Shop von EM-Chiemgau verlinkt, somit diese gleich von Ihnen gefunden werden können. Zudem bietet EM-Chiemgau auch ein Einsteiger-Set an, in dem das nötigste enthalten ist.

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Fragen unsere Kunden und Lesern:

Welche Abfälle dürfen verwendet werden?

In den Bokashi -Eimer können organische Küchenabfälle jeder Art (Gemüse, Gekochtes, wie Nudeln, Reis, Brot, Salatsauce, Milchprodukte, Citrus-Schalen fermentiert werden. Alles, was in der Küche an Abfällen anfällt kann in den Eimer gegeben werden.

Was jedoch vom Bodenleben nicht verwertet wird (z.B. Knochen oder harte Kerne,…), oder weil es schlicht weg einfach wirklich Abfall ist, (z.B. stark verschimmeltes Brot, Gemüse oder Obst, Fett von der Fritteuse,…) kommt nicht in den Eimer.

Überlegen Sie, was Sie in den Eimer und letztlich in Ihren Garten geben und zumuten wollen.

Was ist mit gespritzten Obst und Gemüse?

Immer wieder kommt die Frage, ob gespritzte Schalen von Obst in den Bokashi-Eimer dürfen oder nicht.

In der EM-Szene ist bekannt, dass EM viele giftige oder gefährliche Stoffe verstoffwechseln und abbauen können. Jeder entscheidet für sich, ob er solche Problem-Abfälle fermentiert oder nicht, sie kauft oder darauf verzichtet…

Theoretisch werden gespritzte Abfalle werden mit einer extra Portion EM besprüht. Geben Sie diesem Bokashi auch reichlich Reifezeit

Bitte geben Sie keine verfaulten oder stark verschimmelten Speisereste in den Eimer. Wenn Früchte oder Brot leichte faulige Stellen haben wird einfach etwas mehr EM darauf gesprüht.

Wie lange muss Bokashi reifen?

Das Bokashi ist bei Zimmertemperatur nach ca. 14 Tage Reifezeit fertig, riecht leicht säuerlich und kann einen weißlichen Belag auf der Oberfläche aufweisen. Je länger Sie brauchen um den Eimer zu füllen, umso kürzer wird die Fermentationszeit. Wenn das Bokashi im Frost steht fermentiert es natürlich nicht. Sobald es aber wieder etwas wärmer wird, beginnen die Mikroben wieder mit der Umsetzung.


Tipp: Stellen Sie das Bokashi in frostigen Zeiten wenigstens 2-3 Tage in einem warmen Raum (z.B. Bodenheizung), bevor Sie es der Kälte aussetzen. In dieser Zeit sinkt der pH-Wert durch das EM. Die Gefahr, dass es fault reduziert sich sehr stark. Die Fermentation hat begonnen und wird durch den Frost nur unterbrochen.

Warum brauche ich weitere Hilfsmittel zur Bokashi-Produktion?

EM ist das wichtigste Fermentationsmittel. Mit EM allein kann die Organik sehr gut fermentieren. Die enthaltenen Milchsäurebakterien senken den pH-Wert und dadurch wird Fäulnis verhindert. Die Mikroorganismen verstoffwechseln die Organik. Dabei entstehen Antioxidantien, Vitamine und Enzyme.

RoPro-Streu und Bokashi-Streu haben sehr gute Eigenschaften. Sie regulieren die Feuchtigkeit und binden entstehende Gerüche und werten das Bokashi mit ihren jeweiligen Eigenschaften zusätzlich auf.
Für Anfänger unbedingt empfehlenswert!

RoPro-Streu – voraktivierte Pflanzenkohle

  • mit Pflanzenkohle werden Gerüche gebunden
  • es kann zur Regulierung der Feuchtigkeit genutzt werden
  • die Nährstoffe werden in die Pflanzenkohle gebunden und so auch vor Auswaschung geschützt
  • bei Pflanzenbedarf werden die Nährstoffe wieder freigesetzt
  • die Nährstoffbindung und Abgabe ist dauerhaft wiederholbar
  • Pflanzenkohle im Boden speichert Wasser und verbessert die Bodensturktur
  • mit der Verwendung von RoPro-Streu wird eine dauerhaft fruchtbare Schwarzerde (Terra Preta) produziert
  • Bokashi-Streu ist fermentiertes Getreideschrot
  • mit Bokashi-Streu werden Gerüche gebunden
  • es kann zur Regulierung der Feuchtigkeit genutzt werden
  • als Fermentationshilfe sehr gut geeignet
  • es dient auch als mikrobieller Bodenaktivator
  • RoPro-Lit Gesteinsmehl
  • es kann zur Regulierung der Feuchtigkeit genutzt werden
  • Gerüche werden gebunden
  • es puffert die Säure ab

Pflanzenkohle für Bokashi-Herstellung?

Idealerweise nutzt man neben EM zusätzlich Pflanzenkohle als Fermentationshilfe. Mit Hilfe der Mikroben werden die Nährstoffe in die Kohle (RoPro-Streu) gebunden und werden auch bei Dauerregen nicht ausgewaschen. Erst wenn die Pflanze Nährstoffbedarf hat wurzelt sie mithilfe der Haarwurzeln in die Kohlestruktur und bedienen sich am Nährstoff-Reservoir. Außerdem bindet die Kohle Gerüche und Feuchtigkeit. Mit der Zeit etabliert man im Garten eine dauerhaft fruchtbare Schwarzerde – die sogenannte Terra Preta.

Wie kann ich mit Bokashi-Saft verwenden?

Bokashi-Saft- ein Heilsaft für Pflanzen

Über den Auslaufhahn wird nach einigen Tagen der Bokashi-Saft abgelassen. Ihn verwendet man verdünnt zum Gießen. Man verdünnt den Bokashi-Saft ca. 30-50 ml /10 L Wasser. Bei der Fermentation entstehen neben Nährstoffen auch wertvolle Antioxidantien, Vitamine und Enzyme.

Der Saft ist wie ein Flüssig-Dünger einzuordnen, wobei der Nährstoffgehalt vom Eimerinhalt abhängt. Der Bokashi-Saft ergänzt mit seiner Qualität die Pflanzenernährung. Besonders kränkelnde Pflanzen profitieren durch Bokashi und Bokashi-Saft. Regelmäßig gegossen blühen z.B. Balkonblumen noch üppiger.
Vorsicht bei Neupflanzungen. Hier sehr sparsam mit Bokashi-Saft düngen. Etwas mehr konzentriert können dickblättrige Pflanzen, wie Buchs, Rosen, Kirschlorbeer und Obstbäume mit Bokashi-Saft gegossen werden.

Wer nicht gleich Verwendung hat, der kann den Bokashi-Saft in Schraubgläser (bis an den Rand gefüllt) einige Monate lang lagern. Ansonsten ist der Bokashi-Saft pur auch ein hervorragender Abfluss-Reiniger.

Bokashi machen – Spaß haben!

Die Bokashi-Produzenten sind überzeugt von den vielen positiven Ergebnissen Ihres Einsatzes. In kurzer Zeit siedeln sich wieder Würmer an, die das Bokashi zu wertvollem Humus umwandeln. Die Erde ist belebt und wird locker. Wertvolle Organik gelangt ohne Energieverlust in den Boden und liefert gesundende Vital- und Nährstoffe. Küchenabfälle werden schnell und sinnvoll verwertet.

FAZIT – DER EINSATZ VON BOKASHI BEGEISTERT!

Bokashi kann man übrigens auch mit Rasenschnitt, gehäckseltem Grüngut, geschrotetem Getreide und vieles andere mehr herstellen.
Siehe Blogbeitrag über Rasenschnitt-Bokashi

Ich freue mich über Ihre Bokashi-Erfahrungen, Fragen oder anderen Herstellungsvorschlägen.

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Conan-Clach

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