Conan-Clach | Permakultur | 5 Dinge die es zu beachten gibt

Das Konzept der Permakultur ist die Natur sich zum Vorbild nehmen und ein bewusster Umgang mit vorhandenen Ressourcen anzustreben

Mit diesen Regeln können Sie die bewährte Anbaumethode im eigenen Garten umsetzen.

Die Permakultur basiert auf Beobachtungen der natürlichen Zusammenhänge und der Umwelt So ist zum Beispiel fruchtbarer Boden in freier Natur niemals völlig ungeschützt, sondern entweder von Pflanzen bewachsen, oder von Laub und anderem Pflanzenmaterial bedeckt. Das beugt zum einen der Abtragung durch Wind oder Regen, der Nährstoffauswaschung sowie dem Wasserverlust vor und erhöht zum anderen den Humusgehalt. Für die Umsetzung der Permakultur im Garten folgt daraus, dass man freie Flächen stets mit einer Mulch-Schicht versehen, oder durch Fruchtfolgen mit Gründüngung möglichst rund ums Jahr für Bewuchs sorgen sollte.

Erste Regel : Von der Natur lernen

Ein Blick auf den vorhandenen Wildwuchs im Garten kann Aufschluss über die Beschaffenheit Ihres Bodens geben. Genau wie Gemüsepflanzen haben Wildkräuter bestimmte Ansprüche oder Vorlieben. Sie siedeln sich in der Regel dort vermehrt an, wo ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Bevor es an die Planung und Gestaltung des Gartens oder der Beete geht, hilft es daher eine Bestandsaufnahme zu machen. Anhand der Zeigerpflanzen können Sie ableiten, welche Kulturen an verschiedenen Stellen ohne viel Aufwand gut gedeihen könnten.

Zweite Regel: Kreisläufe beachten und erzeugen

In der Permakultur betrachtet man den Garten als großen Kreislauf, der wiederum aus vielen in sich geschlossenen Abläufen besteht. Anschauliche Beispiele für solche Kreislaufsysteme sind der Komposthaufen oder das Hügelbeet. Entsorgt man Schnittgut und Erntereste in der Abfalltonne, gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren, die die Pflanzen enthalten und die sie dem Boden während des Wachstums entzogen haben. Kompostiert man das Material hingegen oder verwendet es als Basis für ein Hügelbeet, gelangen Wärmeenergie, Nährstoffe sowie Mineralien in die Umgebung zurück und stehen den Gewächsen wieder zur Verfügung. Wenn Sie die Permakultur in Ihrem Garten umsetzen möchten, sollten Sie natürliche Wechselwirkungen fördern.

Dritte Regel: Vielfalt schaffen und nutzen

Gemäß dem Vorbild der Natur setzt auch die Permakultur auf Artenvielfalt und Biodiversität, sowohl bei der Flora als auch bei der Fauna. Durch das Zusammenspiel und die gezielte Kombination verschiedener Pflanzen können diese voneinander profitieren. So liefern beispielsweise Brennnesseln und Beinwell unter dem Obstbaum ideales Mulchmaterial. Mischkultur und Sortenvielfalt statt Monokultur und Monotonie lautet daher die Devise im Gemüsebeet sowie im Obstgarten. Dadurch wird Ihr Garten widerstandsfähiger und flexibler gegenüber Wetterverhältnissen, Krankheiten und Schädlingen. Tierische Gartenbewohner sollten Sie übrigens auch in der Permakultur nicht blindlings radikal bekämpfen, sondern als nützliche Helfer betrachten. Schließlich würde die Ernte ohne Regenwürmer, Marienkäferlarven oder Bienen deutlich geringer ausfallen.

Vierte Regel: Kreative Lösungen finden

Ein Prinzip der Permakultur ist die Anpassung durch Kreativität. Da kein Garten und kein Gärtner dem anderen gleicht, heißt es für verschiedene Gegebenheiten passende Lösungen zu ersinnen. Für kleine Grundstücke lohnt es sich zum Beispiel eine Kräuterspirale anzulegen, sodass viele Kräuter mit unterschiedlichen Ansprüchen an Nährstoffen, Wärme und Feuchtigkeit auf relativ wenig Raum nebeneinander gedeihen. Wenn Sie womöglich großen Wert auf rückenschonendes Arbeiten legen, können in Ihrem Fall Hochbeete und vertikales Gärtnern Abhilfe schaffen.

Regel: Ressourcen schonen und verwerten

Zu den Regeln der Permakultur gehört es außerdem, vorhandene Ressourcen sorgsam zu behandeln und zu nutzen. Dazu zählt unter anderem das Sammeln von Regenwasser ebenso wie die Vermeidung von Müll. Auch die Sonnenenergie können Sie möglichst effizient nutzen, indem Sie sogenannte Sonnenfallen im Garten integrieren. Darunter versteht man Wärmespeicher wie Trockenmauern oder hohe, dichte Anpflanzungen wie Beerensträucher am nördlichen Beetrand, vor denen sich Wärme anstaut, die den Beetnachbarn zugutekommt.

gesehen auf: Mein schöner Garten

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